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Lebensversicherer zahlen Millionen an Mutterkonzerne - trotz finanziellen Problemen
In: Crowd Explorer Blog
Ian schneider

Die Lebensversicherer zahlten im Jahr 2017 Rekordgewinne an ihre Eigentümer ab, obwohl die BaFin 34 Lebensversicherer unter intensivierte Aufsicht gestellt hat.

Die seit Jahren niedrigen Zinsen machen nicht nur Otto-Normalsparer zu schaffen, auch die Lebensversicherer haben daran zu knabbern. Die prognostizierten Ausschüttungen sinken schon länger. Allein diese 34 Versicherer führten 2017 einen Gewinn in Höhe von 273 Millionen Euro an die jeweiligen Mutterkonzerne ab, obwohl „es sich aus der jährlichen Prognoserechnung ergibt, dass sie mittel- bis langfristig finanzielle Schwierigkeiten haben könnten", so zitiert der Spiegel die BaFin Spiegel Online.

Betroffen sind davon 32,8 Millionen Verträge mit einer Versicherungssumme von über einer Billionen Euro. Und die Kunden sind machtlos, die Verträge sind wenig transparent. Eine faire Verteilung der Gewinne zwischen Versicherungsnehmern und den Anbietern von Lebensversicherungen hatte das Lebensversicherungsreformgesetz aus dem Jahre 2014 zum Ziel. Angesichts der aktuell von der Bundesregierung veröffentlichen Zahlen kommen aber Zweifel auf, ob dieses Ziel in der Praxis auch erreicht wird.

Unter diesen Umständen bleibt die klassische Lebensversicherung, zumindest für den Kunden, keine attraktive Vermögensanlage.

Den Bericht der Bundesregierung an den Finanzausschuss mit den aktuellen Zahlen finden Sie unter folgendem Link: Bericht an den Finanzauschuss